Zwei Hundertstel fehlen zum Hattrick

Sonntag, 18. Juli 2010 16:38

Kein Hattrick für Robin Schembera. Der Leverkusener verpasste den 800-Meter-Titel in Braunschweig mit 1:50,46 Minuten nur um den Wimpernschlag von zwei Hundertstel. Auch ohne die Chance auf die EM-Norm von 1:46,00 Minuten riss das 800-Meter-Finale die 17.500 Braunschweiger Zuschauer am Sonntagnachmittag von den Sitzen. Kein Wunder: Denn mit Sören Ludolph hatte ein Lokalmatador überraschend die Nase vorn.

Der Braunschweiger schaffte es auf den letzten Metern den Titelverteidiger Robin Schembera mit 1:50,54 zu 1:50,56 Minuten in die Schranken zu weisen. „Ich habe versagt, aber natürlich war Sören stark”, sagte der für seinen starken Schlussspurt bekannte Schembera. Ludolph hatte den langen führenden Leverkusener mit einem starken Finish überrascht und seinen ersten DM-Titel geholt. Bronze ging mit 1:51,36 Minuten an den Erfurter Sebastian Keiner.

Zwar war Schembera im ersten Augenblick frustriert, doch schon wenige Minuten nach dem Zieleinlauf schöpfte der 21-Jährige neue Motivation aus dem Rennen. „Das war die schlechteste Saison meiner Karriere, das wird mir nie wieder passieren”, sagte der U23-EM-Dritte des Vorjahrs. Speziell auf der Zielgeraden konnte Schembera in diesem Sommer nicht die Geschwindigkeit der vergangenen Jahre entwickeln.

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In Bottrop stimmt die Pace nicht

Freitag, 9. Juli 2010 19:23

Eine langsame Durchgangszeit hat dem Leverkusener 800-Meter-Spezialisten Robin Schembera die Norm für die Europameisterschaften in Barcelona (Spanien; 26.7.-1.8.) gekostet. In 1:48,00 Minute blieb er beim Meeting in Bottrop exakt zwei Sekunden über dem geforderten Richtwert. Der Sieg war dem Deutschen Meister aber nicht zu nehmen. Nach 53,8 Sekunden für die ersten 400 Meter war Schembera klar, dass die Norm nicht mehr in Reichweite ist. „Der Tempomacher war erst sehr schnell unterwegs und hat dann gebremst”, berichtete der 21-Jährige und fügte hinzu: „Ab da bin ich dann nur noch auf Sieg gelaufen.”

So fehlen Schembera weiterhin 38 Hundertstelsekunden zum Barcelona-Ticket. Ob es in der kommenden Woche bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig einen erneuten Angriff auf die Norm geben wird, ist unwahrscheinlich. Da Meisterschaftsrennen eher taktisch geprägt sind, wird der Fokus des Leverkuseners auf der Titelverteidigung liegen.

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Team-EM: Neun Punkte für Platz vier

Sonntag, 20. Juni 2010 19:38

Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) ist bei der zweiten Auflage der Team-EM in Bergen (Norwegen) auf Platz vier gelaufen und sicherte der deutschen Mannschaft damit neun Punkte. Der Deutsche 800-Meter-Meister lieferte vor rund 5.000 Zuschauern im Fana-Stadion ein mutiges Rennen ab, hefte sich von Beginn an die Fersen von Athen-Olympiasieger Yuriy Borzakovskiy (Russland) und wurde mit einer neuen Saisonbestzeit von 1:46,38 Minuten belohnt. „Auf der Zielgeraden hat mir ganz klar das Stehvermögen gefehlt. Daran muss ich in den kommenden Wochen noch arbeiten”, sagte der 21-Jährige. Borzakovskiy setzte sich in seinem ersten 800-Meter-Rennen des Jahres mit 1:45,41 Minuten gegen den Briten Michael Rimmer (1:45,62) und den Polen Marcin Lewandowski (1:45,74) durch.

Schembera fehlen damit noch 38 Hundertstel zur Norm für die Europameisterschaften in fünf Wochen in Barcelona. In Bergen bewies der angehende Polizeikommissar allerdings aufsteigende Form, da das Rennen mit 52,1 Sekunden bei 400 Metern und 1:19,0 Minuten bei 600 Metern nicht sehr schnell war. Außerdem behinderte bei Temperaturen von rund 18 Grad ein frischer Wind die Läufer. Insgesamt holte die DLV-Mannschaft allerdings zu wenige Top-Platzierungen, sodass es nach 40 Wettbewerben nur zu Platz drei reichte und die angestrebte Titelverteidigung misslang. Der Sieg ging an den Top-Favoriten Russland. Der neue Champion sammelte 379,5 Punkte und hatte damit 62,5 Zähler Vorsprung vor den ebenfalls starken Briten.

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