Beiträge vom Februar, 2007

Wahnsinns-Rennen mit Rekord gekrönt

Dienstag, 6. Februar 2007 22:40

Alle Augen waren beim 2. Düsseldorfer Hallenmeeting auf Robin Schembera gerichtet. Schließlich war dem 18-Jährigen im B-Lauf der Deutsche Jugend-Hallenrekord über 800 Meter von Sebastian Keiner entrissen worden. Der Erfurter hatte 1:48,28 Minuten vorgelegt und Schemberas Zeit um 0,63 Sekunden verbessert. Doch der Leverkusener konterte im A-Lauf der Männer. 1:47,56 Minuten zeigte die Uhr. „Ich bin einfach nur überglücklich. Es ist einrichtig tolles Gefühl, aber jetzt muss ich erst einmal wieder Luft holen“, sagte der alte und neue Deutsche Jugendrekordler erschöpft nach dem Zieleinlauf.

Hoch konzentriert startete Robin Schembera in das bisher wichtigste Rennen des Winters. Antrittsstark reihte sich der Schüler zwischen den deutlich älteren Männern an dritter Stelle ein. Trotz aller Angriffe des mehrfachen Deutschen Meisterns René Herms behauptete Schembera den Platz bis in die letzte Runde. Als dann noch der Tempomacher John Litei ausstieg, lag der 18-Jährige auf Platz zwei, den er bis ins Ziel verteidigte.

Nur Ismael Kombich war am Ende schneller als der Deutsche Jugendmeister. Der Kenianer sicherte sich den Sieg in Düsseldorf mit 1:46,76 Minuten. Ganz nebenbei schlug Schembera sogar Dmitrijs Milkevics. Der Lette, mit einer Freiluftbestleistung von 1:43,67 Minuten angereist, belegte im A-Lauf mit 1:48,68 Minuten nur den vierten Rang. Gleichzeitig unterbot der Leverkusener auch die Norm für die Hallen-EM in Birmingham um 0,24 Sekunden. „Aber mit der EM plane ich nicht. Das habe ich schon immer gesagt und dabei bleibe ich auch“, erklärte Schembera.

Schon in fünf Tagen werden Robin Schembera und Sebastian Keiner erneut aufeinandertreffen. Diesmal steht bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Sindelfingen jedoch der direkte Vergleich an. Und Sebastian Keiner ist schon heiß auf das Duell. „Ich habe mich schon im Training richtig gut gefühlt. Jetzt will ich in Sindelfingen den Titel“, erklärte der Erfurter. Kein einfaches Unterfangen für den 17-Jährigen. Schließlich zeigte Schembera eindrucksvoll, dass er jede Herausforderung gerne annimmt.

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