Beiträge vom Juni, 2008

Ein Wimpernschlag fehlt zur Peking-Norm

Samstag, 28. Juni 2008 21:46

Langsam wird es eng für Robin Schembera und seine Olympia-Ambitionen. Der 800-Meter-Läufer vom TSV Bayer 04 Leverkusen steigerte zwar beim Meeting „Weltklasse in Biberach“ als Zweiter seine Bestzeit um eine knappe halbe Sekunde auf 1:45,66 Minuten, doch noch immer fehlen dem 19-Jährigen damit winzige 16 Hundertstelsekunden zur Norm für die Olympischen Spiele in Peking.

Wie es bei Olympia zugeht, weiß der Biberach-Sieger hingegen genau. Schließlich geht Juri Borsakowski in der chinesischen Hauptstadt als Titelverteidiger an den Start. An der Riß sicherte sich der Russe mit dem phänomenalen Spurt in 1:44,81 Minuten den Sieg. Schon vor acht Jahren, als der Erfurter Nils Schumann in Sydney triumphierte, stand Borsakowski im Olympia-Finale. „Dass ich die Norm so knapp verpasst habe, ist natürlich sehr ärgerlich. Jetzt werden René Herms, Nils Schumann und ich uns zusammensetzten, um zu beraten, wie wir gemeinsam bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg die Norm attackieren können“, sagte Schembera.

Auch dem Braunschweiger Herms fehlt noch ein kleines Stück Richtung Peking. Er wurde in Biberach in 1:45,82 Minuten Vierter und hinter Schembera, der eine neue deutsche Jahresbestleistung aufstellte, zweitbester Deutscher. Die 800-Meter-Asse müssen zweimal die Olympia-Norm unterbieten und dafür bleiben ihnen nur noch die DM am 5. und 6. Juli sowie das gut besetzte Meeting kurz darauf in Heusden (Belgien).

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Europacup: Vierter im kontinentalen Taktik-Poker

Sonntag, 22. Juni 2008 17:47

Nein. Zufrieden war Robin Schembera nach seinem Europacup-Auftritt in Annecy nicht. Bis wenige Meter vor dem Ziel des 800-Meter-Rennens führte der 19 Jahre alte Mittelstreckler vom TSV Bayer 04 Leverkusen das Rennen an. Doch am Ende musste sich Schembera mit 1:50,23 Minuten, Rang vier und fünf Punkten fürs DLV-Team, das in der Endabrechnung mit 95 Zählern auf Rang vier landete, begnügen.

„Letztlich war es nicht so toll. Ich hatte den dritten Platz vom Europacup in München im Kopf. Vielleicht habe ich das Tempo zu früh gesteigert“, sagte Schembera, der nach rund 600 Metern die Spitze übernahm und einen langen Spurt anzog. Am Ende setzte sich aber doch mit Manuel Olmedo (Spanien, 1:49,98 Minuten) der Favorit und nicht der Youngster durch. Knapp vor Schembera liefen auch der Pole Marcin Lewandowski (1:50,13) und der Russe Juri Koldin (1:50,17) ins Ziel.

Nun gilt Schemberas volle Konzentration der Norm für die Olympischen Spiele. Noch fehlen dem Schüler 0,71 Sekunden zur geforderten Zeit von 1:45,50 Minuten. Mit dem Meeting in Biberach, den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg und dem gut besetzten Meeting im belgischen Heusden bleiben ihm noch drei Anläufe Richtung Peking.

Trotz des doppelten vierten Platzes durfte Schembera eine Goldmedaille mit in die Heimat nehmen. Am Freitagabend wurden vor dem Beginn der Wettkämpfe in Annecy 13 deutschen Athleten, darunter auch der Mittelstreckler, nachträglich mit der Siegerplakette des Europacups 2007 in München ausgezeichnet. Frankreichs Sieg wurde annulliert, da ihr Hammerwerfer später des Dopings überführt wurde. Die erzielte Punkte wurden gestrichen und die deutsche Männermannschaft – zuvor punktgleich mit den Franzosen – zum Sieger erklärt. Schembera trug vergangenes Jahr mit Rang drei über 800 Meter und sechs wichtigen Punkten zum Sieg der deutschen Mannschaft bei.

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Platz zwei in Kassel, beim Europacup dabei

Freitag, 6. Juni 2008 16:20

Die deutsche Konkurrenz hatte Schembera vor rund 6.000 Zuschauern im Griff. Hinter dem Schüler lief René Herms (Braunschweig) in 1:46,77 Minuten auf Platz vier. Beim Ausflug auf die „Sprintstrecke“ schlug sich Carsten Schlangen überraschend gut. Der 1500-Meter-Spezialist der LG Nord Berlin steigerte seine Bestleistung deutlich auf 1:46,81 Minuten. Zwischen Herms und Schembera schob sich nach einem spannenden Rennen auf der Zielgeraden noch Sebastian Keiner. Der A-Jugendliche – und mit 1:45,98 Minuten momentan jahresschnellster Deutscher – kam in 1:46,62 Minuten auf Platz drei.

Damit wird Schembera beim Europacup am 21. und 22. Juni in Annecy (Frankreich) starten. Der Leverkusener ist wie bereits 2007 in München über 800 Meter dabei. Im Olympiastadion lieferte der damals 18-Jährige ein couragiertes Rennen ab und musste sich erst fünf Meter vor dem Ziel geschlagen geben. Am Ende blieb Platz drei und eine gelungene Premiere in der Aktiven-Nationalmannschaft. „Der Europacup in München war ein tolles Erlebnis. In Annecy will ich wieder möglichst viele Punkte für unser Team holen“, erklärte Schembera.

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