Beiträge vom Juli, 2009

Mut nicht mit WM-Norm belohnt

Freitag, 31. Juli 2009 22:47

Er hat alles gegeben, aber die Norm für die Weltmeisterschaften in Berlin (15.-23. August) dennoch knapp verpasst: Bei seinem „Heimspiel”, dem 15. Bayer-Meeting in Leverkusen, startete Robin Schembera den finalen Angriff auf die 800-Meter-Norm von 1:45,40 Minuten. Bis zur Zielgeraden lag der Deutsche Meister voll im Zeitplan. Doch etwa 50 Meter vor dem Ende verließen ihn die Kräfte und er musste sich mit 1:46,49 Minuten und Platz vier begnügen. „Bei 600 Metern habe ich mich noch sehr gut gefühlt, aber schon 100 Meter später ging gar nichts mehr”, erklärte der erschöpfte Mittelstreckler im Ziel.

Schembera hatte hinter dem Tempomacher George Koech die erste Runde in etwa 51 Sekunden zurückgelegt und dann nach rund 500 Metern die Spitze übernommen. Seinen Antritt auf der Gegengeraden konnte die Konkurrenz erst kurz vor dem Ziel kontern. So zogen noch der Australier Lachlan Renslaw (1:45,73), der Tscheche Jakub Holusa (1:46,39) und Mohcine el Amine (Marokko; 1:46,45) am Leverkusener vorbei. „Die letzten Meter waren schrecklich. Ich hatte nichts mehr zuzusetzen”, sagte Schembera nach seinem mutigen Rennen.

Obwohl der 20-Jährige die WM-A-Norm mit seiner Saisonbestzeit von 1:45,63 Minuten aus Hengelo knapp verfehlt hat, könnte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) Schembera trotzdem für die WM nominieren. Die B-Norm (1:46,60), über die jeweils ein Athlet pro Nation startberechtigt ist, hat der Mittelstreckler 2009 in fünf Rennen unterboten. Ob der Verband aber ein Auge zudrückt und einem jungen Athleten die Chance gibt, bei der WM Erfahrung zu sammeln, konnte der U20-Europameister am Abend des Bayer-Meetings nicht beantworten. Die endgültige Entscheidung fällt erst kommenden Sonntag, 2. August, nach der DAK-Gala in Wattenscheid.

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EM-Bronze hinter zwei spurtstarken Polen

Samstag, 18. Juli 2009 16:44

800-Meter-Läufer Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) hat sich bei den U23-Europameisterschaften in einem packenden Finale die Bronzemedaille gesichert. In Kaunas (Litauen) lief der Deutsche Meister 1:46,63 Minuten und musste sich nur den beiden Polen Adam Kszcot (1:45,83) und Marcin Lewandowski (1:46,52) geschlagen geben.

„Das war nicht mein Rennen. Auf den letzten 50 Metern hat mir einfach die Kraft gefehlt”, sagte ein erschöpfter und etwas enttäuschter Robin Schembera nach seinem Bronze-Rennen. Europameister Kszcot hatte in einem taktischen Lauf kurz nach der 600-Meter-Marke (1:20,67) die Führung vom Franzosen Jeff Lastennet übernommen und mit einem harten Spurt den Sieg geholt. Schembera folgte dem Polen, konnte aber Mitte der Zielgeraden nicht mehr mithalten. Rund 15 Meter vor dem Zielstrich zog dann auch noch Titelverteidiger Lewandowski am Leverkusener vorbei. [...]

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U23-EM: Eine Medaille soll’s sein

Mittwoch, 15. Juli 2009 18:10

Robin Schembera hat sich für die U23-EM in Ender dieser Woche in Kaunas (LItauen) eine Medaille zum Ziel gesetzt. „Auf eine Farbe möchte ich mich nicht festlegen. Dafür ist die Spitze zu eng zusammen”, sagt der Deutsche 800-Meter-Meister. Mit 1:45,63 Minuten rangiert der Junioren-Europameister auf Platz zwei der europäischen U23-Bestenliste. Nur der polnische Titelverteidiger Marcin Lewandowski war in diesem Jahr sechs Zehntel schneller als Schembera. „Ich kenne Marcin schon länger, er ist ein starker Gegner. Genauso wie sein Landsmann Adam Kszczot”, schaut Schembera auf die Konkurrenz.

Die drei genannten sind 2009 die einzigen U23-Mittelstreckler Europas, die unter 1:46 Minuten geblieben sind. „Ich würde mich über Gold natürlich sehr freuen. Aber die Spitze ist eng zusammen, da kann speziell über 800 Meter viel passieren”, sagt der 20-Jährige. Ebenfalls Chancen auf einen vorderen Platz haben die beiden anderen deutschen Starter Sebastian Keiner (Erfurt, 1:46,30) und Sören Ludolph (Braunschweig, 1:46,69), die auf Rang fünf und sieben in Europa liegen. Bereits am Donnerstag muss sich Schembera im Vorlauf behaupten. Der Startschuss zum EM-Finale fällt am Samstag um 15:50 Uhr.

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