Beiträge vom August, 2009

WM-Aus nach Sturz im Vorlauf

Donnerstag, 20. August 2009 17:21

Für Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) ist die Weltmeisterschaft in Berlin auf eine tragischer Art und Weise zu Ende gegangen. Im 800-Meter-Vorlauf befand sich der 20-Jährige nach der ersten Runde in einer guten Position. Doch als er bei 450 Metern nach innen ziehen wollte, verhakte er sich mit den Füßen des US-Amerikaners Ryan Brown und stürzte. Zwar rappelte sich der Deutsche Meister wieder auf, doch das Feld war ihm schon zu weit enteilt. So kam er mit 1:54,47 Minuten nur als Vorlauf-Siebter ins Ziel.

„Das ging alles so schnell, ich habe keine Ahnung, was passiert ist”, erklärte Schembera fassungslos im Ziel. Dabei hätte der U20-Europameister von 2007 eine gute Chance gehabt, den WM-Vorlauf zu überstehen. Schließlich reichten dafür 1:46,70 Minuten. Eine Zeit, die der Leverkusener auch in einem taktischen Rennen hätte bringen können. Der Sieg in Schemberas Vorlauf ging an Gary Reed (Kanada). Der Olympiavierte von Peking setzte sich in 1:45,76 Minuten vor Athen-Olympiasieger Yuriy Borzakovskiy (Russland; 1:45,86) durch. Auch Jeff Lastennet (Frankreich; 1:46,30) und Samson Ngopepe (Südafrika 1:46,30) zogen als Dritter und Vierter aus Schemberas Vorlauf ins WM-Halbfinale am Freitag ein.

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„Ich bin bereit für Berlin“

Dienstag, 18. August 2009 12:50

Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) gehört zu den größten deutschen Lauf-Hoffnungen und feiert am Donnerstag in Berlin seine WM-Premiere. Im Interview spricht der 20-Jährige über seine Erwartungen, was ihn mit Hochspringer Raul Spank verbindet und wie er schon bald in die absolute Weltspitze laufen könnte. 

Herr Schembera, am Samstag ist bei der Leichtathletik-WM in Berlin der erste Startschuss gefallen. Für sie wird es am Donnerstag ernst, dann steht der 800-Meter-Vorlauf an. Spüren Sie schon ein Kribbeln in den Beinen?
Ich bin am Montag endlich nach Berlin angereist, nachdem ich eine Woche in Kienbaum verbracht habe und ich muss sagen, seitdem ich hier bin, ist die Nervosität und Vorfreude ordentlich gestiegen. Man bekommt viel mehr vom Wettkampfgeschehen mit und unterhält sich schließlich auch mit den Athleten, die schon im Olympiastadion gestartet sind.

Mit 20 Jahren erleben Sie in Berlin Ihre erste große internationale Meisterschaft. Wie fühlen Sie sich so kurz davor, wie sehen Ihre WM-Ziele aus?
Ich fühle mich super und bin richtig heiß auf das Stadion, die Zuschauer und die Atmosphäre. Ich starte das erste Mal bei so einem Riesenevent - und dann auch noch im eigenen Land! Ich werde versuchen, ins Halbfinale zu laufen. Dort muss man sehen, was möglich ist. Wenn nicht alles total schief läuft, dann müsste das Halbfinale mit einem guten Endspurt machbar sein.

 Das Berliner Olympiastadion scheint ja ein gutes Pflaster für Sie zu sein. Im Juni haben Sie das Rennen beim DKB-ISTAF gewonnen…
…und es war eine phänomenale Stimmung. Gerade 100 Meter vor dem Ziel, als ich den führenden Kenianer überspurten konnte, gingen die Zuschauer so richtig mit und haben mich ins Ziel getragen. Das will ich einfach nochmal erleben. Viele Freunde sind live im Stadion dabei und werden mit mir leiden und vielleicht auch mit mir feiern.  [...]

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Über die B-Norm nach Berlin!

Montag, 3. August 2009 14:07

Wochenlang ist Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) der 800-Meter-WM-Norm von 1:45,40 Minuten vergeblich hinterher gehetzt. Nun wurde der Deutsche Meister trotzdem für die Weltmeisterschaften in Berlin (15.-23. August) berücksichtigt. Schließlich darf der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) pro Disziplin einen Athleten mit B-Norm melden. Und die (1:46,60) hat Schembera mehrere Male unterboten. Mit seiner Bestzeit von 1:45,63 Minuten, aufgestellt am 1. Juni in Hengelo, verpasste er die A-Norm außerdem nur hauchdünn.

„Bei solchen Entscheidungen ist es uns wichtig, dass die Athleten international konkurrenzfähig sind und Chancen haben, den Vorlauf zu überstehen”, hatte DLV-Sportdirektor Jürgen Mallow nach der DAK-Gala in Wattenscheid gesagt. Beide Punkte treffen auf den 20-Jährigen zu, obwohl er zuletzt beim Bayer-Meeting in Leverkusen die A-Norm für Berlin trotz eines mutigen Rennens in 1:46,49 Minuten erneut verpasst hatte.

Nun hat Schembera im Olympiastadion das erste Mal die Chance, sich mit den besten Mittelstrecklern der Welt zu messen. „Ich wäre natürlich gern über die A-Norm zur WM gekommen. Aber auch so freue ich mich. In Berlin will ich auf jeden Fall das Halbfinale erreichen”, waren Schemberas erste Reaktionen auf die Nominierung, von der auch erst kurzfristig erfuhr. Mit Zehntausenden deutschen Fans im Rücken und enormen Spurtqualitäten in den Beinen sind das keine unrealistischen Ziele für den Mittelstrecken-Youngster. Wenn am 20. August die WM-Vorläufe über 800 Meter anstehen, wird der Leverkusener natürlich alles daransetzen, um das Vertrauen des Verbandes mit einem couragierten Rennen zu rechtfertigen.

Thema: News | Kommentare (0) | Autor: mbn