Beiträge vom Februar, 2010

Hallen-Gold zurückgeholt

Sonntag, 28. Februar 2010 18:19

Er wollte sich den 2009 verlorenen Deutschen Hallenmeistertitel zurückholen und er hat es geschafft. In einem taktischen 800-Meter-Finale setzte sich Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) in Karlsruhe im Schlussspurt klar gegen die Konkurrenz durch. Mit knapp 25 Sekunden für die letzten 200 Meter war er nicht zu halten und verwies nach 1:50,13 Minuten den Titelverteidiger Sebastian Keiner (Erfurter LAC, 1:51,03) klar auf Rang zwei. Bronze ging überraschend an den Sindelfinger Patrick Oehler (1:52,14). 

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„Das war ein gutes Rennen von Sebastian. Es hat Spaß gemacht”, sagte Schembera nach seinem zweiten Hallen-DM-Titel nach 2008. Obwohl der 21 Jahre alte Leverkusener mit seiner Zeit aus Valencia (1:46,66) auf Platz neun der Weltjahresbestenliste liegt, wird er Mitte März nicht bei den Hallen-Weltmeisterschafen in Doha starten. „Der Temin der Europameisterschaft Ende Juli ist sehr früh. Da würde die Hallen-WM nicht in die Vorbereitung passen”, begründete Schembera seine Entscheidung. Für den Dritten der U23-Europameisterschaft 2009 hat die EM in Barcelona einen hohen Stellenwert: „Dort haben wir die Chance, uns ohne die afrikanische Konkurrenz gut zu präsentieren. Dafür wird von heute an gearbeitet.” Die ersten wichtigen Trainingskilometer Richtung Barcelona wird Schembera im März bei einem dreiwöchigen Trainingslager in der Höhe Marokkos zurücklegen. Es ist das erste Mal, dass der Leverkusener sich in der Höhe vorbereitet.

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Valencia: „Hätte Yuriy schlagen müssen”

Samstag, 13. Februar 2010 20:28

Er suchte die Konkurrenz der besten 800-Meter-Läufer der Welt und wurde belohnt: Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) pulverisierte beim IAAF-Meeting in Valencia seine Hallenbestzeit. Zwar war er nicht ganz so schnell unterwegs wie die Jachten beim traditionellen America’s Cup - der Segelwettbewerb der Hightech-Boote um die älteste Sporttrophäe der Welt - vor der Küste Valencias. Dafür steigerte der Deutsche Meister seinen Hausrekord als Dritter um ansehnliche 0,90 Sekunden auf starke 1:46,66 Minuten. Nur Athen-Olympiasieger Yuriy Borzakovskiy (Russland; 1:46,54) und der U23-Europameister des Vorjahrs, Adam Kszczot (Polen; 1:46,61), erreichten vor Schembera das Ziel.

Trotz der Spitzenzeit war der 21-Jährige nicht komplett zufrieden. Denn Schembera wusste, dass er in seinem dritten Rennen gegen „Spurt-König” Borzakovskiy den ersten Sieg hätte feiern können. „Ich habe einen taktischen Fehler gemacht. Eingangs der letzten Kurve lag ich auf Platz drei hinter einem Spanier und einem Kenianer. Als sie langsamer wurden, wollte ich noch ein bisschen abwarten. Dann kamen aber außen Yuriy Borzakovskiy und Adam Kszczot vorbei. So war ich eingekeilt und konnte auf der Zielgeraden nicht mehr vorbeikommen”, analysierte Schembera das bislang schnellste Hallenrennen seiner Karriere und ergänzte: „Auch wenn es vermessen klingt: Ich habe den Sieg verschenkt, ich hätte gegen Yuriy gewinnen müssen.”

Obwohl der Leverkusener damit locker die Norm von 1:47,20 Minuten für die Hallen-WM in Doha (Katar; 12.-14. März) unterbot, sehen Schemberas Planungen keinen Start in der Wüste vor. Lieber will er zeitnah in die Vorbereitung für die Europameisterschaft Ende Juli in Barcelona starten. Seine letzten Hallenrennen in diesem Winter werden daher die Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen in Karlsruhe sein. „2008 bin ich erstmals Deutscher Hallenmeister geworden, 2009 musste ich krank passen. Darum will ich mir in Karlsruhe den Titel unbedingt zurückholen”, schaut Schembera selbstbewusst nach vorn. Das kann er auch. Denn ohne Zweifel muss sich die nationale Konkurrenz etwas Besonderes einfallen lassen, um den Leverkusener DM-Gold streitig zu machen.

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Überraschende Bestzeit auf Unterdistanz

Sonntag, 7. Februar 2010 19:44

Mal wieder hat Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen) für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Der Deutsche 800-Meter-Meister entschied sich nämlich kurzfristig für einen Start bei den Westdeutschen Hallen-Meisterschaften in Leverkusen, allerdings über die „kurzen” 400 Meter. Noch am Mittwoch hatte er den Start beim Meeting in Düsseldorf krankheitsbedingt absagen müssen. Doch umso besser zeigte sich der 21-Jährige auf seiner Heimanlage erholt.

Schembera gelang es nämlich nicht nur, die Spezialisten über die Viertelmeile in neuer Bestzeit von 47,74 Sekunden (bisher 47,92 s) zu bezwingen, sondern er setzte sich mit dieser Zeit auch an die Spitze der deutschen Bestenliste. Dabei teilte sich der Leverkusener das Rennen gut ein. Erst nach 23,8 Sekunden - eine für Langsprint-Spezialisten sehr langsame Zwischenzeit - passierte er die 200-Meter-Marke. Somit war die zweite Runde, in der er den lange führenden Wattenscheider Alexander Meisolle (48,26 Sekunden) noch überholte und klar distanzierte, fast genauso schnell wie die Startrunde. Meissolle wurde am Ende noch von Matthias Bos (TV Gladbeck; 48,21 s), der in einem anderen Zeitlauf startete, auf Platz drei verdrängt.

„Am Samstag habe ich noch ein hartes Tempoprogramm absolviert. Das lief aber nicht wirklich gut. Deshalb bin ich mit der Zeit natürlich noch zufriedener”, erklärte Schembera. Am nächsten Samstag misst sich der angehende Polizei-Kommissar dann erstmals 2010 in einem stark besetzten Meeting. In Valencia trifft Schembera nicht nur auf die starken Spanier, sondern auch auf Marcin Lewandowski. Der Pole lag bei der U23-EM 2009 als Zweiter einen Platz vor Schembera. „Die 400-Meter-Zeit hat gezeigt, dass ich gut in Form bin. Somit müsste ich meine Bestzeit von 1:47,56 Minuten steigern können. Wenn das Rennen schnell wird, könnte es sogar unter 1:47 Minuten gehen”, schaut der lange blonde Läufer selbstbewusst auf das kommende Rennen.

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